Sonntag, 23. April 2017

2.Mittelalterlicher Markt in Ihringen






An diesem Wochenende war in Ihringen was los, nämlich das Mittelalter. Ein großer Mittelalter-Markt belebte rum ums Rathaus den Ort, bei strahlendem Sonnenschein kamen viele, viele Besucher. Sie wurden nicht enttäuscht.

Bunt ging es zu und man konnte sogar solche Kleidung erstehen, aber wer will schon gerne in solcher Mode heute noch rumstolzieren? Es gab Leute, die haben sich etws gekauft. Es gab auch kleinere Sachen zum Kauf, z.B. gefilzte Dinge für den Alltag, Handyhülsen, Schlammpermäppchen für die Schule, Spangen, Ketten, Broschen usw.

Hier ein Scherenschleifer bei seiner Arbeit, man konnte dort seine Messer und Scheren schleifen lassen, was einige auch taten, natürlich gegen "Thaler", ein Thaler ein Euro.


Hier spielen normalerweise die Kinder, nun war es als Nacht-und Wohnlager  ausgerichtet. Ausserdem wurde auch Kaffee, Tee, Waffeln und Stockbrot angeboten.



Kurze Einblicke ins Innere durfte man auch tun, es sah eigentlich sehr gemütlich aus. Man bot ausserdem auch noch Süppchen an, unter anderem ein "Rattensüppchen" unten links im Bild. Was man bekam, konnte ich leider nicht ermitteln, die Nachfrage war nicht allzu groß.

Diese Zwei heizten gehörig mit ihrer Musik ein, da blieb kein Fuss ruhig.


Tanzen konnte man auch, diese zwei Damen machten es vor, aber niemand traute sich so recht.

Da staunten die Kinder, solche Tänze hatten sie noch nie gesehen.

Ein Barde, er war im letzten Jahr schon mit dabei, sang nicht immer so astreine Lieder, die Kleinen fanden es trotzdem spannend, zum Glück verstanden sie nicht alles.

Ein anderes Musikduo machte Keltenmusik, da bebte ebenfalls der Rathaushof, und die Rufe nach "Zugabe" nahm kein Ende, aber irgendwann ist mal Schluss und diese Beiden leiteten das Ende ein, ein schöner Tag neigte sich dem Ende zu. Ich denke mal, nach diesem erfolgreichem Wochenende wirds im nächsten Jahr wieder so einen Markt geben.
Auf dem Heimweg fand ich in einem Garten an einer Hauswand die ersten Rosen in diesem Jahr:



  Allen Lesern einen guten Start in die neue Woche.                                            










Mittwoch, 19. April 2017

Ein Tag Vogelpflegeeltern ....

..... ja, das waren wir und das kam so: Der Nachbar hat jedes Jahr ein Taubennest unterm Dach, ein Kleines ist schon flügge, aber wohl noch fütterungsbedürftig. Einer der Altvögel setzte am Morgen den Nachwuchs einfach auf unseren Feigenbaum ab, mit der Absicht, da ist es sicher


Da sass es nun den ganzen Tag bei Wind, Regen und Sonne. Von Zeit zu Zeit kam einer der Altvögel und fütterte das Kleine, das sah rührend aus, wie das Kleine sich freute war ihm richtig anzumerken. Ich wäre gerne mit einem Schirm rausgegangen, um es zu schützen, habe es aber doch lieber gelassen.

Mama kam ja in Abständen, um nach dem Rechten zu sehen, ich bin auch ein paarmal raus, dem Kleinen Mut zuzusprechen, irgendwie hatte ich das Gefühl, er versteht mich, Taubenflüsterer??

Trotz Kälte, aber mit Sonnenschein, haben sich meine Jostas schon zu solch stattlichen Beeren entwickelt.

Vor noch nicht so langer Zeit sah es am Strauch noch so aus, die Blüte.


Dies Blümchen ist als kleines Rätsel gedacht, wer erkennt es? Ihr kennt es alle.

Dieses Borretschgewächs bevölkert z.Zt. meinen Garten, an den Ecken, wo es darf. Viele Bienen, Hummeln und andere Insekten erfreuen sich daran. Es ist kein Borretsch, ich habe es einmal von einer Freundin bekommen, die auch den Namen nicht kannte, weil sie die Pflanze auch von einer Freundin bekommen hat, die den Namen auch nicht wußte...... so gehts manchmal.

Ostern ist ja schon rum, aber ich zeige trotzdem unsern schönen Osterbrunnen, der jedes Jahr neu geschmückt wird.


Der Brauch ist seit ein paar Jahren wieder neu erwacht und zwar von der" Strickgruppe" von der Trachtengruppe. Finde ich eine tolle Idee.


Viele, viele Künstlerinnen und Künstler beteiligen sich beim Anmalen der über 1000 Eier, Kindergärten, Schulen, und Seniorengruppen bringen sich ein, das Ergebnis kann sich immer wieder sehen lassen. Es gibt aber auch immer wieder Wüstlinge, die ihre Freude daran haben, viele Eier zu zerstören, leider.
Nun warten wir alle sehnsüchtig darauf, endlich so rumlaufen zu können.

Aber da müssen wir wohl noch lange warten, obwohl, ich war in diesem Jahr schon einmal ohne Socken und nur mit Sandalen bekleidet im Garten, es waren diese Sandalen.












Dienstag, 18. April 2017

Ostern rum Wetter schön?? Oder wie??

Ja, das frage ich mich, wir hatten einen schönen Tag, die Sonne schien aber der Wind erinnerte daran, es ist noch April. So ein Wetter hätte ich mir an Ostern gewünscht, wenn Besuch da ist und man sein Umfeld zeigen möchte....
Dennoch waren wir unterwegs, den Affenwald zeigte ich ja schon, nun sollen noch ein paar Eindrücke vom Lilienhof hier in Ihringen gezeigt werden.


Immer wieder fiel mir dieses kleine grüne Blatt auf, was mochte es sein? Bis ich dann auf dieses Exemplar stieß:

Da war mir klar was es einmal werden kann, eine Buche/Fagus sylvastica, deutlich sieht man es an den kleinen Blättern, typische Buchenblätter.

Ich konnte es nicht glauben, ich sah doch dort auf der Wiese zwischen den Birken ein Orchidee, oder doch nicht?? Beim Nähertreten sah ichs, es ist eine Orchidee, nämlich eine Pyramidenorchis/Anacamptis pyramidalis. So früh im Jahr hatte ich sie noch nie gefunden.

Nun könnte man meinen, dies sei auch ein Orchidee, weit gefehlt es ist eine rosablühende, kriechende Günzelpflanze/Ajuga reptans, sieht doch hübsch aus, kann mit der Orchidee durchaus mithalten.

Ebenfalls schon zeitig, der Salomonsiegel, oder auch gewöhnliche Weißwurz/Polygonatum odoratum
genannt. Hier im Volksmund wird er auch "Schlangeleiterie" genannt.

Die Knoblauchrauke/Alliaria petiolata liebt etwas feuchte Stellen, sie ist eine gute Beigabe im Wildkräutersalat, da verwende ich sie gerne. Sie spendet Knoblauchgeschmack ohne dass man danach duftet.


Der Stinkende Storchenschnabel/ Geranium robertianum mag ebenfalls feuchte Ecken. Linne gab ihm den Namen"stinkend" in Anlehnung an einen Freund mit dem Vornamen Robert, er konnte ihn nicht so besonders leiden.

Das sind wohl noch die allerletzten Küchenschellen, man sieht noch Blüte und schon bereits die Samen, wenn die total eingetrocknet sind, trägt der Wind sie weit ins Land. Sie haben kleine Häckchen, mit denen sie sich am Boden festkrallen können, um sich im neuen Gelände zu verbreiten.
Nur wenigen Samen gelingt dies.

Jetzt lade ich euch nochmals zu einem kleinen Abstecher nach Ribeauville ein, der Pfeifer dort oben hat eine besondere Bedeutung, er erinnert an den "Pfifferday", der Anfang September ein riesengroßes Spektakel in Ribeauville ist. Erinnern soll er an all die Spieler und Gaukler, die sich im 15. Jahrh. Gehör verschafft hatten, indem sie ihren eigenen Monarchen im Festzug hofierten, und sich bei den Herren von Rappoltsstein bedanken wollte, denn er war ihr Schutzherr. Einmal sind wir zufällig dazu gestossen, es ist echt ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Scharen von "Pfiffer" traben durch die Stadt und pfeiffen besondere Melodien, eventuell machen wir wieder einmal einen Besuch dort.

Das Elsass ist ja bekannt wegen seines "Choucroute" Sauerkrauts, dies wird das ganze Jahr über angeboten, selbst als Mitbringsel im Glas, mit allem Drum und Dran kann man es erwerben. Wer sich im Lokal dieses typische Gericht bestellt, ist überrascht was ihm dort alles seviert wird. Es ist ratsam zu zweit eine Portion zu bestellen, alleine ist es kaum zu bewältigen. Natürlich spielt der Wein dort eine sehr große Rolle, dort gibt es nicht so wie bei uns große Winzergenossenschaften, sondern jeder Winzer hat einen Weinkeller und lädt zur Verköstigung ein. Bunte Plakate stehen vor den Häusern und jeder Winzer hat selbstverständlich den besten Wein. Ein Besuch im Elsass ist immer wieder wie ein Kurzurlaub, mir gefällt es dort, allerdings machen die Winzer mit mir keine Geschäfte, ich trinke keinen Alkohol.
Soweit nochmal der kleine Abstecher ins Elsass, vielleicht hats euch angeregt selber einmal dorthin zu fahren? Dann schaut auch mal den Kaiserstuhl an und meldet euch bei mir, ich zeige ihn euch.







Montag, 17. April 2017

Ostern bei den Affen

Komischer Titel wird mancher denken, mit Ostern verbindet man doch in erster Linie Hasen, das ist ja schon richtig, aber wir waren bei den Affen im Elsass im "Affenwald". Ein wenig skeptisch waren wir schon, sind die überhaupt bei diesem kalten, fiesen und regnerischem Wetter draussen? Ein wenig blauer Himmel schien über dem Elsass zu schweben, also versuchten wir unser Glück. Als wir jenseits des Rheines ankamen, kam es von oben runter, die Laune war nicht gerade bestens, auch nicht bei unserem Besuch. Aber, ja aber, der Himmel hörte auf mit Regen, die Sonne kam zwar nicht, aber es war dann doch noch angenehm und die Affen erwarteten schon die Besucher:

Beim Eintritt in den Affenwald bekommt jeder Besucher eine kleine Handvoll Popcorn, dazu noch genaue Anweisungen für den Gebrauch, nämlich so: Immer ein Popcorn auf die ausgestreckte Hand und 1 m Abstand zum Affen.

Dieser schaut erstmal genau hin ob es sich überhaupt lohnt bei dem großen Angebot, oder ob man noch auf größere Brocken warten sollte.

Schließlich griff er doch zu. Manche Affen griffen zwar zu, frassen aber längst nicht alles, sondern liessen es einfach auf die Erde fallen, es gab ja genug Nachschub.

Der hatte wohl noch nicht gebadet, oder prüfte er nur die Wassertemperatur? Nein, er fischte irgend etwas aus dem Wasser, wir konnte es nicht erkennen, war es Popcorn oder waren es Blüten?
                                                                   
Etwas Spannendes scheint dieser Kollege dort zu beobachten, man erzählte uns, sie fressen überwiegend vegetarische Sachen, aber kleine Fleischbröckchen, in Form von Regenwürmern und anderen Weichtieren, landen auch oft im Affenmagen.

Er mümmelte genüsslich an einem Apfel. Jeden Morgen, noch bevor die Besucher eintreffen, werden die Tiere mit frischem Obst und Gemüse gefüttert. Man wirft die Dinge einfach ins Gelände, wir konnten es noch sehen, die Tiere bedienen sich dann nach Bedarf. Für die Tiere sind dann die Popcorns ein zusätzliches "Leckerli", was sie sehr gerne annehmen.

Die Person unten links mit dem Regenschirm erklärt den Besuchern einiges über die Affen im Park. Es sind Berberaffen, die z. Zt. noch ihr Winterpelz tragen und deswegen auch den Wetterkapriolen gewachsen sind. Sie sind die ganze Zeit draussen im Park und schlafen in den Baumgipfeln. Zur Zeit gibt es über 200 Affen, in Familien aufgeteilt mit jeweils einem Boss, einem Männchen. Alle zwei oder drei Jahre wird der ausgewechselt, er ist also nicht Boss auf "Lebenszeit", die Kräfte lassen auch bei Affen nach und kräftige Burschen kommen ans Ruder. Im Hintergrund sieht man die  "Hochkönigsburg"  die Kaiser Wilhelm wieder neu aufbauen hat lassen, wir waren schon einmal dort, so haben wir ihr keinen Besuch abgestattet.

Es ist ja bekannt, die Affen lausen sich sehr gerne, damit festigen sie ihre sozialen Bindungen, diese zwei Affen liessen sich durch die Besucher nicht dabei stören, hier kann man auch gut sehen, wie dick das Winterfell ist.

Auf einer Tafel wurde noch die Mimik der Affen gezeigt und gedeutet. Dieser Ausdruck zeigt ein freundliches Schnattern, ich hätte da eher Agressivität gesehen, bin aber eben kein "Affenversteher".
Die Wärter müssen natürlich die Mimik verstehen, um im Notfall schnell zu reagieren. Es war trotz bedecktem Himmel schön bei den Affen, es hatte nicht geregnet und wir machten gleich anschließend noch einen Spaziergang durch den Wald.
Unten im Ort Kinzheim assen wir gut zu Mittag, anschließend noch einen Abstecher nach Ribeauville,wir dachten dort können wir noch Kaffe trinken, aber, aber mit solch einem Menschenrummel hatten wir nicht gerechnet, da sind wir dann lieber wieder zurück nach Ihringen gefahren, bei Müllers gab es frischen Rhabarberkuchen und der Kaffee war auch nicht schlecht. So sah unser "Osterspaziergang" aus, in diesem Jahr halt mit dem Auto.

In Kinzheim stand dieses Haus mit dem schönen Blau.



Die Elsässer lieben bunte Häuser, hier ein besonders auffälliges, sehr altes Haus. Heute scheint immer noch nicht die Sonne, in den Bergen soll es sogar schneien, da machen wir es uns im Haus gemütlich, allen Lesern noch schöne Restostern.